Eine dokumentarische Groteske über Heimat, Identität und den Tagebau Garzweiler
Eine Produktion von ANALOG in Koproduktion mit studiobühneköln
Premiere: 10.9.2026, 20 Uhr, Tanzfaktur Köln
Ein Auswärtsspiel der studiobühneköln
Weitere Termine: 11.9., 12.9., 13.9.2026 jeweils 20 Uhr und 14.9.3026, um 18 Uhr und vom 12.5.-16.5.2027
Von und mit: Jonas Becker, Dorothea Förtsch, Hanna Held, Lara Pietjou, Ingmar Skrinjar
Live-Musik: Ben Lauber
Regie: Daniel Schüßler, Bühne und Kostüm: Ivan Bazak, Komposition: Ben Lauber, Produktionsleitung: Hanna Held, Dramaturgie: Laura Becker, Technische Leitung und Lichtdesign: Tommy Vella, Regieassistenz: Ricarda Clahsen, Bühnenbild-Assistenz: Lilith Hellman, Inklusionsdramaturgie: Rina Schmeing, Finanzmanagement: Niels Nester, Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä
Förderer: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Fonds Darstellende Künste, RheinEnergieStiftung Kultur
INHALT
Was bleibt von einem Ort, wenn er verschwindet? Was bleibt von uns, wenn der Boden unter unseren Füßen wegbricht?
KEYENBERG 3 steht am Rand. Am Rand eines Abgrunds, am Rand einer Entscheidung, am Rand zwischen dem, was war, und dem, was noch werden könnte. Ausgehend von der realen Umsiedlungsgeschichte des Dorfes Keyenberg in der Nähe der Abbruchkante Tagebau Garzweiler entwickelt das Performance-Label ANALOG eine poetisch-politische Erkundung von Verlust, Identität und der Sehnsucht nach Heimat – einem Begriff, der so viel verspricht, wie er verschweigt.
Zwei Dörfer, dieselben Straßennamen, dieselbe Kirche – und doch: eine gespaltene Gemeinschaft, ein Riss der nicht verheilt. Was passiert mit Menschen, die entwurzelt werden, bevor sie neu Wurzeln schlagen können? Und was entsteht, wenn Heimat nicht mehr wächst, sondern gemacht wird?
KEYENBERG 3 ist kein klassisches Dokumentartheater. Es ist Reenactment zwischen kalter Abstraktheit und schrillem Hyperrealismus, ein Stück, das die Grenze zwischen idyllischer Dorf-Utopie und geisterhaftem Leerstand auslotet. Ein Aufbruch zu einem utopischen dritten Ort – einem Ort jenseits von Verlust und Reproduktion, jenseits von Alt und Neu.
Live von Ben Lauber am Schlagzeug und einem eigens von ihm für die Produktion komponiertem Soundtrack begleitet, entsteht eine intensive Auseinandersetzung im Zusammenspiel der Performer:innen zwischen Abriss, Aufbau, Verlust und Neuanfang, dessen Ende offen ist.
KEYENBERG 3 ist eine Stückentwicklung in der ANALOG-Reihe „Fiktionales Städte-Biopic“, welche sich radikal regional verschiedenen Städten und Regionen im gesamten Bundesgebiet widmet.