2026 – Keyenberg 3

Eine dokumentarische Groteske über Heimat, Identität und den Tagebau Garzweiler
Eine Produktion von ANALOG in Koproduktion mit studiobühneköln

 

 


Premiere: 10.9.2026, 20 Uhr, Tanzfaktur Köln
Ein Auswärtsspiel der studiobühneköln

Weitere Termine: 11.9. – 20 Uhr, 12.9. – 20 Uhr, 13.9.2026 – 18 Uhr, 14.9.3026 – 20 Uhr

Karten

Von und mit: Jonas Becker, Dorothea Förtsch, Hanna Held, Lara Pietjou, Ingmar Skrinjar

Live-Musik: Ben Lauber

Regie: Daniel Schüßler, Bühne und Kostüm: Ivan Bazak, Komposition: Ben Lauber, Produktionsleitung: Hanna Held, Dramaturgie: Laura Becker, Technische Leitung und Lichtdesign: Tommy Vella, Regieassistenz: Ricarda Clahsen, Bühnenbild-Assistenz: Lilith Hellman, Inklusionsdramaturgie: Rina Schmeing, Finanzmanagement: Niels Nester, Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä

Förderer: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Fonds Darstellende Künste, RheinEnergieStiftung Kultur



INHALT

Eine Dorfkneipe, ein Loch, ein Paralleluniversum zwischen gestern und morgen: Ein Umsiedlungsbeauftragter mit Hang zum Buddhismus, eine durch RWE reich gewordene Filialleiterin, eine verwitwete Ehrenamtlerin, eine hochschwangere Aktivistin und ein schwuler Neubaufanatiker retten sich vor dem näherkommenden Bagger an die Bar. In der staubigen Atmosphäre dieses letzten Unterschlupfs teilen sie ihre Träume und Sehnsüchte, verlieren sich in Konflikten und ringen um Perspektiven.

Ausgehend von der realen Umsiedlungsgeschichte des Dorfes Keyenberg nahe der Abbruchkante Tagebau Garzweiler entwickelt das Performance-Label ANALOG eine grotesk-politische Erkundung von Verlust, Identität und der Sehnsucht nach Heimat – einem Begriff, der so viel verspricht, wie er verschweigt. Was passiert mit Menschen, die entwurzelt werden, bevor sie neu Wurzeln schlagen können? Und was entsteht, wenn Heimat nicht mehr wächst, sondern gemacht wird?

KEYENBERG 3 verbindet Reenactment, dokumentarische Bezüge und hyperrealistische Bilder. Zwischen Dorfidylle und Geisterlandschaft sucht die Inszenierung nach einem dritten Ort – jenseits von Nostalgie und Fortschrittsglauben. Ein Dorfclash ohne Entkommen, zwischen Jukebox und Doppelkorn, zwischen Albtraum und Vision.

KEYENBERG 3 ist eine Stückentwicklung in der ANALOG-Reihe „Fiktionale Städte-Biopics“, die sich radikal regional verschiedenen Städten und Regionen im gesamten Bundesgebiet widmet.