2007 – DER PERFEKTE MENSCH – WOYZECK

DER PERFEKTE MENSCH – WOYZECK 

NACH GEORG BÜCHNER
EIN ANALOG-PROJEKT VON DANIEL SCHÜßLER

IN KOPRODUKTION MIT DER ORANGERIE – THEATER IM VOLKSGARTEN

EINGELADEN MIT 10 VORSTELLUNGEN ZUM STÄDTEÜBERGREIFENDEN FESTIVAL THEATERSTARTER AACHEN 2007/2008


Faktencheck

Premiere: 22. August 2007 in der Orangerie – Theater im Volksgarten, weitere Spielstätten: 10 Vorstellungen in 10 Städten rund um Aachen, Mit: Tees de Beet, Dorothea Förtsch, Jens Hartwig, Antonius Hermle, Daniel Schüßler, Heidulf Sudmöller, Andreas van der Wingen, Regie und Video: Daniel Schüßler, Dramaturgie: Sandra Röseler, Bühne und Kostüm: Aurel Lenfert und Uli Tegetmeier, Lichtdesign: Robert Balthes, Video: Holger Hahn, Assistenz: Daniel Heck, Förderer: Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln


Fotos: Christof Wolff


Inhalt

Das ANALOGTHEATER konzentriert sich in Büchners „Woyzeck“ auf vier Hauptpersonen: Woyzeck, Marie, Tambourmajor und Doktor. Ausgangspunkt für die Inszenierung ist neben Büchners Werk der Kurzfilm “Der Perfekte Mensch“ des dänischen Dokumentarfilm-Veteranen Jørgen Leth über das menschliche Verhalten und Lars von Triers Doku-Filmprojekt „The Five Obstructions“, der sich mit Leths frühem Meisterwerk von 1967 auseinandersetzt. Lars von Triers Ziel ist es, Jørgen Leth zu überzeugen, seinen distanzierten Blick auf Menschen aufzugeben. Oder wie von Trier sagt: Ihn vom “Perfekten“ zum “Menschen“ zu bringen.

Als eine Art Vorspiel hat das ANALOGTHEATER mit dem Filmemacher Holger Hahn eine neue Version des Ursprungsfilms erarbeitet, die sich mit Leths Ästhetik beschäftigt. Im “Woyzeck” untersucht Daniel Schüßler dann, woran die Menschen in ihrem Wunsch nach Perfektion scheitern. Ziel der Inszenierung ist es, zu zeigen, dass die Gesellschaft weniger den perfekten Menschen braucht, als eine perfektere Kommunikation, die es uns ermöglicht, uns miteinander auseinander zu setzen. Die Inszenierung will damit nicht weniger sein als ein Appell an die Kraft der Vernunft und der Liebe.


Stimmen zum Stück

Man schmeckt die Handarbeit, Lebendigkeit und Echtheit einer jungen Truppe und kann ein wirkungsmächtiges und zugleich kurzweiliges Theatererlebnis (Ja, ist das denn noch Theater? Jeden-falls nicht nur!) genießen. campusweb.de, Ingo Piess

Verstörend, anstrengend, modern, phantastisch und entspannt. Im Rahmen der von unserer Zeitung mitpräsentierten Reihe „Theaterstarter“, die junges Theater für junge Menschen in die Region bringt, zeigte das ANALOGTHEATER seine wirklich außergewöhnliche Inszenierung des Textes. Aachener Zeitung

 

Zum Teil geschockt, aber zugleich fasziniert verfolgten die Zuschauer das ungewöhnliche Schauspiel, um schließlich herauszufinden: Den perfekten Menschen gibt es nicht! Kölnische Rundschau, Irene Lange