2020 – Geister Ungesehen

2020 – GEISTER UNGESEHEN


EIN ANALOG-PROJEKT IN KOPRODUKTION MIT DER STUDIOBÜHNEKÖLN

Ausgezeichnet mit dem KURT-HACKENBERG-PREIS FÜR POLITISCHES THEATER 2020
NOMINIERT FÜR DEN KÖLNER THEATERPREIS 2020


DIE VORSTELLUNGEN VOM 24.2. – 27.2.2021 ENTFALLEN AUS BEKANNTEN GRÜNDEN

ERSATZPROGRAMM
GEISTER UNGESEHEN — STREAM & TALK
Samstag, den 27.02.2021 – 19 Uhr – Mindestbeitrag 4 €
Stream des Stückes mit anschließendem Talkformat mit Publikumsbeteiligung

 GÄSTE DES TALKS: 
Lilo Schlösser – Zeitzeugin aus Demmin
Martin Farkas – Regisseur des Dokumentarfilms „Über Leben in Demmin“
Hannah Kuke und Susan Kobelt – T30 e.V. (Demminer Plattform für Kultur, Gesellschaft und Bildung)
Daniel Schüßler – Leitung ANALOG und den Ensemblemitgliedern von ANALOG 

Moderation:  Kulturjournalistin Dorothea Marcus  (DLF, WDR, SWR, taz, Nachtkritik, Theater Heute)
Publikumsbeteiligung via Zoom möglich

 PREIS UND ABLAUF: 
Mindestbeitrag 4 Euro pro Person (oder Solidarbeitrag darüber hinaus), der Stream-Link wird nach Zahlungseingang eine Stunde vor Beginn verschickt.

ACHTUNG: Als Verwendungszweck unbedingt das Stichwort GEISTER sowie eure Mailadresse angeben, damit wir euch den Link schicken können.

Denkt daran, dass Überweisungen länger dauern!
Solltet ihr bis eine halbe Stunde vorher keinen Link erhalten haben, bitte eine kurze Notfall-Mail unter analogtheater@gmx.de schicken.

 ZAHLBAR ÜBER 
PAYPAL: Hier klicken  Senden und nicht Empfangen auswählen 😉
oder
Sparkasse Köln Bonn: ANALOGTHEATER GbR,  DE92 3705 0198 1931 4869 12
STICHWORT: Geister + Mailadresse


FAKTENCHECK

Premiere: 2. September 2020 – studiobühnköln
Weitere Termine: 3. – 6. September 2020 sowie 2021
von und mit: Dorothea Förtsch, Lara Pietjou, Ingmar Skrinjar
Textfassung: Ensemble, Regie: Daniel Schüßler, Wildcardkünstler 2020: Thomas Vella (Film), Bühne und Kostüm: Eva Sauermann, Technische Leitung: Thomas Vella, Musik: Ben Lauber, Dramaturgie: Tim Mrosek, Produktions- und Regiesassistenz: Hanna Held, Regieassistenz: Sophie Roßfeld, Filmassistenz: Michael Vella, Management: Silvia Werner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä, Bühnenbildassistenz: Annemarie Kögl, Maria Dölz,
und dem ANALOG Theater Heimat-, Schuld- und Sühnechor: Günter August, Ella Baguio, Simon Greichgauer, Anton Held, Luisa Johnen, Marie Kalvelage, Isabella Kolb, Frank Korte, Carina Mischke, Hartmut Misgeld, Tim Mrosek, Sophie Roßfeld, Britta Schaible, Alejandro José Pérez Segura, Bernd Sondergeld, Liesa Strehler, Michael Streicher
Gefördert: durch das Kulturamt der Stadt Köln, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und die RheinEnergieStiftung Kultur

FOTOS

Fotos: Pramudiya und Daniel Burgmüller


Inhalt
Die erfolgreich etablierte Performance-Reihe des „Fiktionalen Biopics“ (Kölner Theaterpreis 2017) soll mit dem Projekt GEISTER UNGESEHEN auch 2020 fortgesetzt werden. Im Zentrum dieses neuen Rechercheprojektes steht eine Biografie, deren Protagonist diesmal ein ganzer Ort ist: Das Mecklenburg-Vorpommersche Demmin. Anlässlich der Jubiläen „75 Jahre Kriegsende“ und „30 Jahre Deutsche Einheit“ verortet sich GEISTER UNGESEHEN an der Schnittstelle zwischen historischen Fakten, performativer Fiktion und filmisch-dokumentarischer Untersuchung. In einer experimentellen Spurensuche tauchen Regisseur Daniel Schüßler und sein Team tief in die düstere Geschichte der vorpommerschen Kleinstadt Demmin ein, die zum Ende des zweiten Weltkrieges durch einen Massensuizid traurige Berühmtheit erlangte und noch bis heute stark davon geprägt ist. In den letzten acht Tagen des Zweiten Weltkriegs nahmen sich innerhalb kürzester Zeit mehr als 1000 Menschen das Leben.

Von diesem Trauma ausgehend und die innerfamiliären Traumata der Ensemblemitglieder ebenfalls in den Blick nehmend,  entwickelt ANALOG eine multiperspektivische Film-Installation für die Bühne, die sich collagenhaft den Themenkomplexen Heimat, Schuld und Vergangenheitsbewältigung widmet und uns helfen soll zu verstehen, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir gehen. Der multimediale Arbeitsansatz ermöglicht ein universelles Erforschen sowohl vergangener als auch gegenwärtiger Strömungen, um die starke historische Zentrierung Demmins als Ausgangspunkt für eine gesamtgesellschaftliche politische Debatte zu nutzen.



Presse

Ein hochkonzentriertes multiperspektivisches Theatererlebnis. Im perfekt aufeinander abgestimmten Einklang von großartigen Filmbildern, stimmungsvoller Musik und dem eindringlichen Spiel und Vortrag der Akteure werden hier Geschichte und Gegenwart Demmins vor den Augen der Zuschauer zum Leben erweckt. (…) Es sind Aufnahmen von betörend, irritierender Schönheit, die die doppelte Filmvorführung zeigt. (…) Das Stück liefert wertvolle Denkansätze, wie ein Genesungsprozess aussehen könnte. … Klug und konzentriert inszeniert und ästhetisch höchst anspruchsvoll (…)
Kölner Stadtanzeiger – Norbert Raffelsiefen


Die drei Projektionsflächen zeigen Landschaften und Menschen in Aufnahmen, die durch ihre lakonische Ästhetik wirken (…) Wassergeister, mythische Urwesen und ein Chor erweisen den vielen Toten, die vor 75 Jahren auch durch die Flüsse der Gegend trieben, ihren Respekt. (…) Ohne auf die Tränendrüse zu drücken, ergibt sich ein instruktives Nachdenken über Heimat, Schuld und der transgenerationellen Weitergabe von (Kriegs-)Traumata. (…) Eine im besten Sinne unaufgeregte Arbeit, die einen wichtigen Beitrag leistet zu einem Diskurs, der in diesem von Covid-19 überlagerten Erinnerungsjahr viel zu kurz kommt. Dr. Sandra Nuy – Theaterblog „Neulich im Theater“ und Jury des Kurt-Hackenberg-Preises für politische Theater