2020 – Geister Ungesehen


2020 – GEISTER UNGESEHEN


EIN ANALOG-PROJEKT VON DANIEL SCHÜSSLER
IN KOPRODUKTION MIT DER STUDIOBÜHNEKÖLN


Inhalt

Die erfolgreich etablierte Performance-Reihe des „Fiktionalen Biopics“ (Kölner Theaterpreis 2017) soll mit dem Projekt GEISTER UNGESEHEN auch 2020 fortgesetzt werden. Im Zentrum dieses neuen Rechercheprojektes steht eine Biografie, deren Protagonist diesmal ein ganzer Ort ist: Das Mecklenburg-Vorpommersche Demmin. Anlässlich der Jubiläen „75 Jahre Kriegsende“ und „30 Jahre Deutsche Einheit“ verortet sich GEISTER UNGESEHEN an der Schnittstelle zwischen historischen Fakten, performativer Fiktion und filmisch-dokumentarischer Untersuchung. In einer experimentellen Spurensuche tauchen Regisseur Daniel Schüßler und sein Team tief in die düstere Geschichte der vorpommerschen Kleinstadt Demmin ein, die zum Ende des zweiten Weltkrieges durch einen Massensuizid traurige Berühmtheit erlangte und noch bis heute stark davon geprägt ist. In den letzten acht Tagen des Zweiten Weltkriegs nahmen sich innerhalb kürzester Zeit mehr als 1000 Menschen das Leben.

Von diesem Trauma ausgehend entwickelt ANALOG eine multiperspektivische Film-Installation für die Bühne, die sich collagenhaft den Themenkomplexen Heimat, Schuld und Vergangenheitsbewältigung widmet und uns helfen soll zu verstehen, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir gehen. Der multimediale Arbeitsansatz ermöglicht ein universelles Erforschen sowohl vergangener als auch gegenwärtiger Strömungen, um die starke historische Zentrierung Demmins als Ausgangspunkt für eine gesamtgesellschaftliche politische Debatte zu nutzen.

FOTOS

Fotos: Daniel Burgmüller und Michael Schmitz


Premiere: 2.September 2020 – studiobühnköln 
Weitere Termine: 3. – 6. September 2020 sowie im Frühjahr 2020
von und mit: Dorothea Förtsch, Lara Pietjou, Ingmar Skrinjar

Textfassung: Ensemble, Regie: Daniel Schüßler, Bühne und Kostüm: Eva Sauermann,  Technische Leitung: Thomas Vella, Musik: Ben Lauber, Dramaturgie: Tim Mrosek, Produktions- und Regiesassistenz: Hanna Held, Regieassistenz: Sophie Roßfeld, Filmassistenz: Michael Vella, Management: Silvia Werner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: neurohr & andrä, Bühnenbildassistenz: Annemarie Kögl, Maria Dölz
Wildcardkünstler 2020: Thomas Vella (Film)

und dem ANALOG Theater Heimat-, Schuld- und Sühnechor: Günter August, Ella Baguio, Simon Greichgauer, Anton Held, Luisa Johnen, Marie Kalvelage, Isabella Kolb, Frank Korte, Carina Mischke, Hartmut Misgeld, Tim Mrosek, Sophie Roßfeld, Britta Schaible, Alejandro José Pérez Segura, Bernd Sondergeld, Liesa Strehler, Michael Streicher

Gefördert: durch das Kulturamt der Stadt Köln, das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW  und die RheinEnergieStiftung Kultur