2010 – WOHNEN. UNTER GLAS


WOHNEN.UNTER GLAS

VON EWALD PALMETSHOFER


EIN ANALOG-PROJEKT VON DANIEL SCHÜSSLER IN KOPRODUKTION MIT DEM ARTHEATER KÖLN

 

PREIS DER JURY BEI DEN HEIDELBERGER THEATERTAGEN 2010
EINGELADEN ZU WESTOFF – THEATERNETZWERK RHEINLAND 2010


INHALT

Im neuen ANALOG-Projekt setzt sich Daniel Schüßler zum wiederholten Mal mit seinem Kernthema, dem „Scheitern von Utopien“, auseinander.
Im Gegensatz zu den in den letzten Jahren verhandelten großen Gesellschaftsutopien geht er jedoch diesmal in den kleinstmöglichen Raum: Den Privatraum. „Ein Treffen dreier Menschen. Man teilte einst vieles. Man teilte eine Adoleszenz. Und ein bisschen bemüht ideologische Ideen. Nun trifft man sich wieder. Einige Jahre später. Und über diesem Treffen steht der Verlust der Nähe von damals. Weniges hat man sich noch zu sagen, aber in den Köpfen wird es ganz laut. Im Laufe einer Nacht bestimmt man einmal so richtig seinen Standort. Man zieht Bilanz. Man lotet alte Nähe aus. Man lässt die Körper aufeinander prallen und die Hirne lärmen.“ (Ewald Palmetshofer)

Fotos: Christof Wolff


WOHNEN.UNTER GLAS observiert humorvoll schmerzhaft die Lebens-entwürfe der Mittdreißiger*innen. Ewald Palmetshofer nimmt sich dieser Sinnsuche mit einer konsequenten Sprachgestaltung an. Da rasen die Worte herein wie eine Zukunft und da versagen sich die Worte – auch wie eine Zukunft. Die Worte seiner Protagonist*innen fließen und stoppen sich fortwährend, es entsteht eine verbale Abbildung der Unbeständigkeit all der verhandelten Lebensumstände und der Brüchigkeit der Zeit.

Dieses Projekt war erstmals eine Koproduktion zwischen dem ANALOGTHEATER und dem Kölner ARTheater. Mit über 25 Vorstellungen in vier verschiedenen Städten ist WOHNEN.UNTER GLAS die meistgespielte Produktion des ANALOGTHEATERS.

 


STIMMEN ZUM STÜCK

Regisseur Daniel Schüßler liefert eine kongeniale Inszenierung von Ewald Palmetshofers reduktionistischem Abgesang auf die Beziehungslosigkeit der Generation 30+. Ein facettenreicher, bestens gespielter Abend zum Zuhören Stadtrevue, Ulrike Westhoff 

Das Unausgesprochene, das hinter den Stakkato-Sätzen mit ihren Weglassungen lauert, weiß das Darstellerteam dem Publikum mit einem energetischen, sehr körperlichen und ausdrucksstarken Spiel zu vermitteln. Eine mitreißende Inszenierung. Kölner Stadt-Anzeiger, Susanne Esch

FAKTENCHECK

Uraufführung: 6. Februar 2010 im ARTheater Köln
weitere Spielstätten: FFT Düsseldorf, Ballsaal Bonn, Romanischer Keller Heidelberg

Mit: Dorothea Förtsch, Elena Galindo, Bernd Rehse
Regie/Bühne: Daniel Schüßler, Kostüm: Miriam Dadel, Licht: Boris Kahnert, Technik: Kotti Pistol, Assistenz: Miriam Witteborg

Förderer: Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Köln